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Jakobusliturgie
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Die
Liturgie des Heiligen Apostels Jakobus ist ein altehrwürdiger,
kostbarer, aber leider fast vergessener Schatz des christlichen
Orients. Über viele Jahrhunderte hinweg war sie das Eucharistiegebet
der Kirche Jerusalems und des Heiligen Landes, das viele andere
Liturgien beeinflußt hatte. Obwohl die Jakobusliturgie unverkennbar
jerusalemisches Lokalkolorit trägt, war sie auch in den benachbarten
Patriarchaten von Antiochien und Alexandrien sehr beliebt. Sie fand
Verbreitung darüber hinaus auch in Georgien, auf Zypern, auf Sinai
und in Süditalien. Erst im 9./10. Jahrhundert wurde sie von den zu
Konstantinopel üblichen Formularen der Chrysostomusliturgie und
Basiliusliturgie verdrängt. Im 19. Jahrhundert wurde die
Jakobusliturgie nur noch äußert selten zelebriert. Dies geschah
gewöhnlich drei mal im Jahr in Jerusalem und auf der griechischen
Insel Zakinthos: am Festtag des heiligen Apostels Jakobus am 23.
Oktober (5. November), am Sonntag nach Weihnachten und am Festtag
der Siebzig Apostel am 4. (17.) Januar. Bei der Christianisierung
der slawischen Volker wurde die Jakobusliturgie nicht in die
slawische Sprache übersetzt. Die griechischen Missionare brachten
nach Rußland den zu Konstantinopel üblichen Ritus mit. Aus diesem
Grunde blieb die Jakobusliturgie in der Russischen Kirche lange Zeit
unbekannt. Erst im Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der
Rückbesinnung auf die Ursprünge der Liturgie begann man diese Form
zu studieren und die Texte und Gesänge auf Slawisch zu
veröffentlichen. Die kirchenslawische Übersetzung des griechischen
Textes, die Abt Philip (Gardner) und Protodiakon Alexij Gotjaev
besorgten, wurde 1938 vom Metropoliten Anastassij, dem Oberhaupt der
Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, für den liturgischen
Gebrauch genehmigt. Seitdem wird diese Liturgie gelegentlich in
verschiedenen russischen Kirchen im Ausland zelebriert. In Rußland
wurde sie vom Metropoliten Nikodim (Rotow) in der Kirche der
Geistlichen Akademie zu Leningrad zelebriert. Sie fand darüber
hinaus auch Verbreitung in vielen anderen orthodoxen Jurisdiktionen.
Man kennt und zelebriert sie mindestens einmal im Jahr in den
Kirchen von Serbien, Bulgarien und Finnland. Seit 2002 wird die
Jakobusliturgie regelmäßig in der Kirchengemeinde des Heiligen
Erzengels Michael zu Göttingen zelebriert. Allmählich entstand dabei
ein Bedürfnis, diese Liturgie musikalisch neu zu gestalten. Aus
diesem Bedürfnis heraus, komponierte Natalia Liapina neue Musik für
die kirchenslawische Fassung der Jakobusliturgie. Bei ihrer Arbeit
schöpfte sie Inspiration aus dem uralten Schatz der Gregorianik, dem
wertvollsten musikalischen Juwel aus dem gemeinsamen Erbe der
ungeteilten Kirche. Dabei nahm sie auch Bezug auf andere alte
Gesangstraditionen der verschiedenen orthodoxen Kirchen. Am
5.11.2005, dem Fest des Heiligen Apostels Jakobus, erteilte Seine
Eminenz, Erzbischof Feofan, seinen Segen für den liturgischen
Gebrauch dieser Musik in der Berliner Diözese der Russischen
Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. |
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(MP3)
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14. |
Einleitung der Anaphora |
1:51 |
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15. |
Präfation |
0:55 |
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16. |
Sanctus |
2:24 |
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17. |
Einsetzungsbericht |
1:30 |
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18. |
Deinen
Tod, o Herr, verkünden wir... Anamnese |
1:14 |
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19. |
Denn Dein Volk und Deine Kirche... Erbarme Dich
unser, o Herr, Gott ... Epiklese |
2:44 |
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20. |
Gedächtnis der Lebenden und Verstorbenen.
1. Gedenke, Herr, unser Gott |
1:56 |
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21. |
Vor
allem unserer allheiligen ...
2.
Gedenke, Herr, unser Gott |
1:26 |
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22. |
Vor allem gedenke, Herr ... Erlass, vergib und
verzeih... |
2:15 |
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23. |
Litanei vor der Kommunion |
2:19 |
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24. |
Vater unser |
2:13 |
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25. |
Inklinationsgebet und Segen |
1:51 |
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26. |
Elevation. Das Heilige den Heiligen |
1:13 |
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27. |
Zur
Rettung und zum Beistand ... |
3:26 |
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28. |
Im Frieden Christi laßt uns lobsingen. Kostet und
seht, wie gut der Herr ist. |
0:42 |
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29. |
Kommuniongesänge:
Troparion zum hl. Apostel Jakobus |
1:11 |
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30. |
Stichira zum hl. Erzengel Michael |
2:05 |
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31. |
Kommunion der Gläubigen.
Mit Gottesfurcht ...
Gesegnet sei, der da kommt ... |
0:58 |
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32. |
Rette,
o Gott, Dein Volk ...
Wir
danken Dir, Christus, unser Gott ... |
1:45 |
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33. |
Litanei nach der Kommunion.
Inklinationsgebet und
Segen |
3:02 |
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34. |
Entlassung. In Frieden Christi lasset uns weggehen |
1:18 |
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35. |
Polychronion |
0:45 |
Vorliegende Aufzeichnung wurde im Oktober 2006 in Göttingen vom Chor der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde St. Michael gemacht.
Zelebrant: Mönchspriester Benedikt Schneider.
Chor: Chorleiterin Natalia Liapina, Lidia
Gottfried-Baecker, Olga Gottfried, Aida Klochkova, Valeri
Liapine, Elena Schulze, Igor Tulchynsky, Inna Tulchynsky. |